[Rezension] Mitternachtstango



Mitternachtstango

Autor: Katrin Koppold
Verlag: Aureolus Verlag
Seitenanzahl: 388 Seiten
ET: 14.03.2017
ISBN: ISBN-13: 978-3743149250
Quelle






Auf geht’s in die französische Provence. Bildgewandt, fesselnd und zum Abtauchen schön!


Ich wollte mein Herz nie wieder an etwas hängen, von dem ich nicht ertragen könnte, es zu verlieren. Aber so funktioniert das Leben nicht ...
Die Journalistin Amelie Schneider arbeitet in ihrer Freizeit als Klinikclown und liebt diesen Job über alles. Um ihre kleinen Patienten aufzuheitern, ist ihr keine Mühe zu viel. Deshalb denkt Amelie auch nicht lange nach, als sich ein kranker Junge ein Autogramm des Hollywoodstars Nik von Hohenstein wünscht: Schließlich muss sie sowieso nach Südfrankreich, wo Nik gleich mit seiner ersten Regiearbeit als heißer Anwärter auf die Goldene Palme gilt.
Doch ein paar Tage vor der Preisverleihung wird der ebenso ehrgeizige wie attraktive Nik in einer höchst pikanten Situation erwischt und hat ganz andere Probleme, als den Autogrammwunsch eines kleinen Jungen zu erfüllen. Womit er allerdings nicht gerechnet hat: Amelie ist überaus hartnäckig und bald auch die Einzige, die ihm aus seinem Schlamassel heraushelfen kann ... (© Amazon)




Schon lange wollte ich ein Buch von Katrin Koppold lesen und durch die Aktion #5weeks5books griff endlich zu eines ihrer Werke!
Es liest sich locker, leicht und lässt einen in die Weiten der französischen Provence eintauchen, sodass das Fernweh einem sofort packt!
Wunderschön!


Die Handlung


Zwei Gegensätze, die durch Zufall einen Roadtrip durch die französische Provence machen.
Hach…Der Schöne und der Clown…okay, Spaß beiseite, aber Niklas und Amelie sind zwei Gegensätze, wie es größer nicht geht und doch, beide lassen Seiten in dem Gegenüber aufleben, die sie alleine nie entdeckt hätten.
Die Liebesgeschichte bahnt sich sanft an. Von der anfänglichen Neugierde, geht es weiter zur Abneigung und dann zur ansteigenden Faszination.
Beide sehen sich nicht und denken: Wohooo, Liebe meines Lebens.
Nein, sie lernen sich langsam kennen, erleben ein kleines Abenteuer und finden bei dem Roadtrip nicht nur das Gesuchte, sondern viel mehr.


Die Charaktere


Amelie ist Journalistin, gebürtige Französin, lebt und arbeitet aber in Deutschland. In ihrer Freizeit arbeitet sie freiwillig im Krankenhaus als Clown um den Menschen dort wenigstens ein kleines Lächeln zu entlocken.
Amelie ist ein herzensguter Mensch, glaubt großteils an das Gute im Menschen und versucht die Welt ein Stück besser zu machen. Andererseits ist sie aber auch launisch, stur und kann sehr nachtragend sein.

Niklas ist Schauspieler, Regisseur und wirklich erfolgreich. Und ein Workaholic, daher geschieden.
Anfangs kann man Nik echt nichts Positives abgewinnen, klar, er ist ehrgeizig und versucht seinen Traum zu verwirklichen, aber wie er das angeht ist einfach eine Katastrophe. Herzlos, kalt und absolut ichbezogen.
Hätte ich nicht parallel zu Amelies Perspektive Niks ebenso gelesen, wäre er mir nur unsympathisch gewesen, denn er behandelt Amelie anfangs nicht gerade herzlich. Doch dass allgemeine Anerkennung nicht immer alles ist, muss er auch noch lernen. Und das Medien wirklich überall sind. Überall und nur darauf warten Chaos zu stiften!

Die Charaktere sind lebendig, authentisch, echt und ab und an etwas übertrieben, aber es macht wirklich Spaß sie kennenzulernen und mehr über sie zu erfahren.


Die Schreibweise


Locker, leicht, bildgewandt und sehr lebendig!

Beim Lesen hat man wirklich das Gefühl in der französischen Provence zu sein, über den roten Teppich in Cannes zu stolzieren oder in einer Ente im Wald zu schlafen. Man liest das Buch nicht nur, nein, sondern wird völlig mitgerissen und erlebt alles mit Amelie und Nik hautnah.

Von dem Buch bekommt man eindeutig Fernweh! Es ist locker, leicht, mit ernster Thematik, aber ebenso herzerwärmend. Die Seiten flossen dahin und die Charaktere waren lebendig, authentisch und echt.
Es ist ein wirklich bezauberndes Buch für zwischendurch.

Von mir bekommt „Mitternachtstango“ 4 von 5 Federn.



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